Gedenkstättenfahrt der Berliner Verwaltungsakademie

Reise nach Krakau 2008 - Verwaltungsakademie Berlin

Krakau – Oppeln – Breslau 23.06 – 27.06.2008


Die Verwaltungsakademie Berlin veranstaltet jedes Jahr eine Bildungs- und Gedenkstättenfahrt für junge Auszubildende des Landes Berlin. Dieses Jahr sollte es nach Krakau, Oppeln und Breslau gehen. Nach einer achtstündigen Busfahrt ist unsere Auszubildendengruppe mit ihren Betreuern endlich am ersten Reiseziel Krakau angekommen. Wir bezogen unsere Hotelzimmer und begannen mit einem kleinen Stadtrundgang, um die Stadt Krakau kennen zu lernen.
Wir haben viel Wissenswertes über die Geschichte und die Bauten von Krakau erfahren.
Die Führung begann mit einer Besichtigung des Wawelhügels, wo wir einen schönen Ausblick auf die Straßen von Krakau hatten. Nach einem Rundgang ging es weiter zum Marktplatz. Der wunderschön umgeben von alten Häusern mit bemerkenswerten Fassaden ist. Einen besonderen Reiz des Platzes haben die Tuchhallen mit ihren Geschäften unter den Arkaden. Gegenüber dieser erblickt man die Marienkirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen. Um die Entstehung dieser unterschiedlich hohen Türme rankt sich eine Legende. Die besagt, dass die Türme von zwei Brüdern gebaut worden sein sollen, unter denen es eine Blutsfehde gab. Am darauffolgenden Tag machten wir uns auf in das jüdische Viertel Kazimierz. Dort besichtigten wir die älteste Synagoge sowie eine Synagoge mit Friedhof und erfuhren vieles über das jüdische Leben in Krakau, vor allem zur Geschichte. Am Mittwoch begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit des Völkermordes und besuchten die Gedenkstätte Auschwitz. Dem Ort des größten Menschenvernichtungslagers in der Zeit des Nationalsozialismus. Man wurde brutal mit dem damaligen Geschehen konfrontiert, verstand was die Menschen aus den Lagern für schreckliche Situationen ertragen mußten, wie ihnen zumute war. Eine bedrückende Stimmung, das begangene Grauen nahm Gestalt an und wurde greifbar. Einige Kilometer von Auschwitz entfernt, befindet sich Birkenau. Hier wurde es besonders deutlich, welche Höllenqualen die Menschen durchlebten. Der große Einfahrtsbogen bot den Zügen die Gelegenheit bis ins Lager zu fahren für die Selektion, überall Stacheldrahtzäune, Baracken, einzeln stehende Schornsteine und weit hinten auf dem Gelände die Ruinen der Krematorien. Kaum vorstellbar, daß Tausende hier ihr Leben ließen. Beide Lager gewährten Zeit zum Nachdenken, zur Trauer und Fassungslosigkeit über die grausamen Taten, die dort stattfanden. Den prägenden Tag ließen wir mit einem jüdischen Abendessen und einem Klezmer Konzert ausklingen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Oppeln. Diese Stadt ist Zentrum eines Gebiets der Deutschen Minderheit. In einem Gespräch erfuhren wir von Mitgliedern, dass diese heute die größte Minderheit in Polen sind.
Nach einer kleinen Stadtbesichtigung ging es weiter nach Breslau. Breslau liegt südlich an der Einmündung der Oder. Geprägt von einer wechselvollen Geschichte, war es Schauplatz vieler kriegerischer Auseinandersetzungen und Machtkämpfe.
Eine Führung durch die Stadt zeigte uns, dass die Stadt zwischen vielen Nebenflüssen und Kanälen liegt. Sie ist einzigartig durch ihre 112 Brücken auf 12 Inseln verbunden. Aufgrund dieser sie auch als klein Venedig Polens bezeichnet wird.
Am Abend konnten wir das kulturelle Angebot von unterschiedlichsten Unterhaltungsmöglichkeiten in Breslau wahrnehmen.
An unserem letzten Reisetag nutzen wir noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt, verschossen die letzten Fotos und machten uns dann auf den Heimweg.
Wir nahmen viel Wissenswertes von dieser Reise mit und bedanken uns in diesem Sinne bei unserer Reisebegleiterin, die uns zudem viele spontane Dinge auf dieser Reise ermöglichte.